Museum Bisingen
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filmabend 2027

Dr. Karl Kleinbach: „Opfer der Vergangenheit“ – Elemente der NS-Ideologie im Film

Mittwoch, 20. Januar 2027, Museum Bisingen, 19.30 Uhr

Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda RMVP unter Joseph Goebbels war die oberste Instanz für alle Filmproduktionen im NS‑Staat – auch für Aufklärungsfilme (Sexualaufklärung, Rassenhygiene, Erbgesundheit, Gesundheitspolitik). 

Bereits 1934 wurden im Deutschen Reich von einer zentralen Stelle, der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm (RfdU) und seinem Nachfolger der Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (RWU), Unterrichtsfilme als Lehrmedien für allgemeinbildende Schulen und Kinos hergestellt. Mit ihren spezifischen Erzähl- und Darstellungsweisen werden neue Filmtechniken und Verfahren erprobt und eingesetzt.

Bemerkenswert ist Radikalität mit der der Film seine Botschaft an den Dingen zeigen soll. Um sich von der Propaganda abgrenzen zu können, sollte der Unterrichts- und Aufklärungsfilm Sachlichkeit bewahren, die sich letztlich auf die Dinge zurückführen ließ. Die Produktion reichte vom Märchenfilm für die Jüngsten, Aufklärungsfilme über Ungezieferbekämpfung zu Erbbiologie und Rassenhygiene – an ausgesuchten Filmbeispielen lassen sich Kriegsvorbereitung und Vernichtungspolitik buchstäblich sichtbar machen.

Dr. Karl Kleinbach hat mit seinem innovativen Blick Unterrichtsfilme auf NS-Ideologie hin untersucht und stellt seine Ergebnisse an diesem Abend vor.