Museum Bisingen
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Europäisches Kulturerbe-Siegel an Gedenkstätten des ehemaligen KZ-Komplexes Natzweiler verliehenStuttgart, 12. Juni 2018, Haus der Wirtschaft

Der Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN), zu dem auch die KZ-Gedenkstätte Bisingen gehört, wurde für seine transnationale Vermittlungs- und Erinnerungsarbeit mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Aus diesem Anlass fand am 12.6.2018 eine Feierstunde im Haus der Wirtschaft Stuttgart statt. Hierbei überreichte die Staatssekretärin Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Katrin Schütz, den 12 beteiligten Gedenkstätten des Landes Zertifizierungsplaketten. Für die KZ-Gedenkstätte Bisingen waren Doris Muth und Nadja Diemunsch anwesend. Nadja Diemunsch, Jugendguide und VGKN-Beauftragte der Gedenkstätte, nahm die Plakette entgegen.

 

Im Rahmen der Feierstunde wurde auch die deutsch-französische Ausstellung „Natzweiler: Spuren/Traces“ eröffnet, die noch bis zum 4.7. im Haus der Wirtschaft zu sehen ist. Sie bietet mit den Themenbereichen Erinnerung/Mémoire“, „Kunst/Art“ und „Denkmal/Monument“ spannende Einblicke in die Spuren(suche) an Gedenkorten beidseits des Rheins.

 

Zudem fand ein Podiumsgespräch mit Vertreter*innen der Gedenkstätten und der Ausstellungsstellungsprojekte statt. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten Sebastian Bollacher (Bariton) und Ulrich Schlumberger (Akkordeon)

Prägende Familiengeschichten – ein EnkelgesprächMontag, den 7. Mai 2018, 19.30 Uhr, Museum Bisingen

Silvia Pauli, die Enkelin des Bisinger KZ-Lagerführers Johannes Pauli, und Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, ein Enkel des Widerstandskämpfers Carl-Friedrich Goerdeler, unterhielten sich über ihre Auseinandersetzung mit den Großvätern.

VHS-Führung durch einen Jugendguide auf dem KZ-FriedhofSonntag, 6. Mai, 10 Uhr, KZ-Friedhof

Nadja Diemunsch, Jugendguide beim Verein Gedenkstätten KZ Bisingen, leitete am Sonntag, 6. Mai 2018, um 10 Uhr eine Führung über den KZ-Friedhof Bisingen an. Während der etwa einstündigen Führung haben die Besucherinnen und Besucher Interessantes über die Geschichte des Friedhofs erfahren, die auch ein Spiegelbild des Umgangs mit der NS-Vergangenheit im Ort ist. 

Jahreshauptversammlung: Möglichkeiten der zeitgenössischen ArchäologieDienstag, den 17. April 2018, 19.30 Uhr, Museum Bisingen

Bei der Jahreshauptversammlung 2018 berichteten Dr. Bollacher und Dr. Hausmair vom Landesdenkmalamt,  Abteilung für zeitgenössische Archäologie von dem groß angelegten Projekt zu den Außenlagern des KZ Natzweiler. Für Bisingen bedeutet das eine Vielzahl von Untersuchungen geophysikalischer Art, bei denen sicherlich nicht nur neue Objekte, sondern auch neue Erkenntnisse zutage gefördert werden. Auf jeden Fall, so meinten die Archäologen, solle man bei der Neukonzeption des Museums eine Vitrine frei halten...

Exkursion zur KZ-Gedenkstätte NeckarelzSamstag, den 17. März 2018

Die Teilnehmer der Exkursion 2018 erlebten einen hochinteressanten Tag an der KZ-Gedenkstätte Neckarelz am Rande des Odenwalds. In den sog. Neckarlagern wurden Rüstungsgüter im Auftrag von Daimler-Benz unter Tage in Gipsstollen gefertigt. Außerdem übernahmen sie die administrative Leitung nach der Aufgabe des Stammlagers Natzweiler für alle Außenlager, also auch für Bisingen. Morgens haben die Vorsitzende des Gedenkstättenvereins Neckarelz, Dorothee Roos, und zwei weitere Guides die Gruppe aus Bisingen durch die 2011 modernisierte Ausstellung geführt, was nicht zuletzt für die Überarbeitung der Bisinger Ausstellung viele Anregungen geliefert hat. Am Nachmittag führte Frau Roos die Gruppe auf den Goldfischpfad auf der anderen Seite des Neckars. Dort lassen sich noch Relikte der Industrieanlagen besichtigen, in denen die Häftlinge arbeiten mussten.

"Erzählcafé"Samstag, den 24. Februar 2018, 14-17 Uhr, Museum

Ein halbes Dutzend Mitbürger sind der Einladung des Gedenkstättenvereins zu einem "Erzählcafé" im Museum gefolgt. Sehr angeregt wurde hier über die Erinnerungen an die Jahre 1944 und '45 gesprochen, als täglich Häftlinge des KZ-Lagers durch den Ort zu Arbeitseinsätzen getrieben wurden. Auch von der Stimmung im Ort war die Rede, von Sprachlosigkeit und Einschüchterung, Angst und einem Gefühl der Hilflosigkeit. Ein Besucher brachte sogar eine Fahrkarte seiner Mutter von 1946 mit. Sie war als Zeugin beim Kriegsverbrecherprozess in Rastatt. Als Exponat wird sie ihren Platz in der neuen Ausstellung im Museum finden. Auch die Geschichten und Erinnerungen werden hier einfließen.

Mitgliederversammlung: Zivilcourage stärkenMontag, den 19. Februar 2018, 19.30 Uhr, Museum Bisingen

Felix Steinbrenner von der Landeszentrale für politische Bildung (Stabsstelle „Demokratie stärken“) hat darüber referiert, wie man zur Stärkung der Zivilcourage beitragen kann. 

"Triumph des Willens": Film aus Anlass des Holocaustgedenktags, mit Einführung und DiskussionFreitag, den 26. Januar 2018, 19:30 Uhr, Schulzentrum Bisingen (Mensa)

Karl Kleinbach, der Moderator des Filmabends, hat in seiner Einführung richtig zugespitzt: „Man kann sich das Kino nicht ohne Hitler vorstellen – und Hitler nicht ohne das Kino.“ Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich den NS-Propagandafilm von Leni Riefenstahl anzuschauen und sich selbst ein Bild über die Wirkung von Riefenstahls Inszenierung zu machen. Die Diskussion am Ende der Vorführung zeigte, dass diese Wirkung recht ambivalent ausfiel: die Wirkung der arrangierten Massenszenen einerseits, die Monotonie der endlosen Aufmärsche andererseits - heute ist der Film nur noch schwer erträglich.