Museum Bisingen
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2016

Sibylle Thelen: Der Völkermord an der Armeniern 12. November 2015

Unter dem Motto „Schwierigkeiten des Erinnerns – in der Türkei und in Deutschland“ klärte die Turkologin und Leiterin des Gedenkstättenreferats bei der Landeszentrale für politische Bildung Sibylle Thelen über Ablauf und Hintergründe des Genozids an den Armeniern 1915/16 auf. Sie beleuchtete dabei auch die Rolle des Deutschen Reichs als Verbündetem der Türkei im Ersten Weltkrieg und schilderte den bis heute schwierigen Umgang mit dem Thema in der Türkei.

Staufermedaille für Uta Hentsch25. Januar 2016

Uta Hentschs langjähriges Engagement für die Erinnerungsarbeit in Bisingen würdigte das Land Baden-Württemberg im Dezember 2015 mit der Verleihung der Staufermedaille. In einer Feierstunde im Landratsamt in Balingen am 25. Januar 2016 übergab Landrat Günther-Martin Pauli (Mitte) die Auszeichnung mit Urkunde, der Bisinger Bürgermeister Roman Weizenegger (links) hielt eine Laudatio.

Filmvorführung „Hitlerjunge Quex“ 27. Januar 2016

Im dritten Jahr in Folge zeigte der Verein zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar einen sogenannten Vorbehaltsfilm, also einen NS-Propagandafilm, der nur kommentiert vorgeführt werden darf. Die Einführung in Entstehungskontext und filmische Mittel übernahmen die Vereinsvorstände Susanne Maier und Karl Kleinbach. Beide leiteten auch die Diskussion im Anschluss an die Filmvorführung.

Aufgrund der abermaligen großen Resonanz auf den Filmabend wird der nächste Vorbehaltsfilm am 27.1.2017 im kleinen Saal der Hohenzollerhalle gezeigt werden. 

MitgliederversammlungDienstag, der 13. September 2016, 19.30 Uhr

Thema:
Jugendarbeit an Gedenkstätten
(Andreas Schulz, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg)

 

Andreas Schulz von der Landeszentrale für politische Bildung referierte 
über Chancen und Probleme der Jugendarbeit an Gedenkstätten. Die 
anschließende rege Diskussion der rund 20 anwesenden Vereinsmitglieder 
bewog Schulz, ein abermaliges Kommen in Aussicht zu stellen.
Ein weiterer Hauptpunkt des Abends war die Verabschiedung der 
Museumsbeauftragten Franziska Blum und die Vorstellung ihrer 
Nachfolgerin Doris-Astrid Muth.

Wer bist du? Flüchtlinge im Zollernalbkreis in doppelter PerspektiveDienstag, 5. Juli 2016 um 19:30 Uhr

Unter diesem Motto fand am 5. Juli 2016 eine Podiumsdiskussion im großen Saal der Hohenzollernhalle statt, mit der der Gedenkstättenverein Bisingen einen wichtigen Beitrag zur politischen Kultur in der Region leistete. Rund 150 Besucher waren der Einladung gefolgt und erlebten einen bewegenden und anregenden Abend.

 

Auf dem Podium erzählten Makieh Aarabi aus Syrien, Amanuel Teklay aus Eritrea und Mile Nikolic aus Serbien mit großer Offenheit von Fluchterfahrungen und ersten Eindrücken in Deutschland, von erlebter Hilfsbereitschaft und „Zukunftsträumen“ (Aarabi). Die „zweite Perspektive“ auf das Thema Flüchtlinge wurde vertreten durch Axel Leukhardt, Streetworker der LEA Meßstetten, Cornelia Maas von der Alice Salomon-Schule Hechingen und Jean Claude Canoine vom Arbeitskreis Asyl in Balingen. Empathisch und souverän moderierte Holger Grebe vom Gedenkstättenverein das Podiumsgespräch. Er war auch der Initiator und Hauptorganisator der Veranstaltung.

 

Umrahmt wurde das Programm von drei Schülern der Waldorfschule Frommern, die mit viel Einfühlungsvermögen Auszüge aus Navid Kermanis Buch „Einbruch der Wirklichkeit“ vorlasen. 

Gründung des Verbunds der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN)Samstag, 5. November 2016

Der Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN) strebt enge Zusammenarbeit an – auch im Austausch mit Frankreich.

12 Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg haben sich am vergangenen Samstag (5. November 2016) in Stuttgart zum Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN) zusammengeschlossen. Der neu gegründete Verein will sich wissenschaftlichen, kulturellen und pädagogischen Gemeinschaftsprojekten widmen. Zugleich strebt er eine enge Zusammenarbeit mit dem Centre européen du résistant déporté (CERD) am Ort des ehemaligen Hauptlagers Natzweiler-Struthof im Elsass an. 


Zu den 12 bürgerschaftlich getragenen Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen, die sich unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zum VGKN zusammengeschlossen haben, zählen:

die Miklos-Klein-Stiftung, ehemaliges KZ Kochendorf, Bad Friedrichshall;
der Gedenkstättenverein KZ Bisingen e.V.;
die Geschichtswerkstatt KZ-Gedenkstätte Echterdingen-Bernhausen e.V., Filderstadt;
die KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen e.V., Gäufelden-Tailfingen;
die Initiative Gedenkstätte Vulkan, Haslach;
die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e.V.;
die KZ-Gedenkstätte Sandhofen e.V., Mannheim;
die KZ-Gedenkstätte Neckarelz e.V., Mosbach;
die Initiative KZ in Spaichingen;
die Initiative Gedenkstätte Eckerwald e.V., Schömberg-Schörzingen;
die Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental e.V., Schwäbisch Hall; sowie
die KZ-Gedenkstätte Vaihingen/Enz e.V.

Prof. Peter Steinbach: „Dem Rad des NS-Staats in die Speichen gefallen“. Georg Elser, die Nachkriegszeit und unsere GegenwartMittwoch, der 16. November 2016, 19.30 Uhr, Museum Bisingen

Ausgehend von der Biografie und Ereignisgeschichte zeigte Peter Steinbach den Hitler-Atentäter Georg Elser als einen aktiv Eingreifenden und zugleich moralisch Handelnden. Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Rezeptions- und Erinnerungsgeschichte und auf aktuellen Umdeutungsversuchen vor allem durch die AfD. In regem Austausch mit dem Publikum erörterte Steinbach im Anschluss Fragen nach individueller Verantwortung und politischer Haltung und bezog klar Stellung im Sinne eines zivilgesellschaftlichen Eintretens für die Grund- und Menschenrechte.